Datennutzer und -anbieter

Zu den externen Datennutzern zählen zum Beispiel Behörden, wie der städtische Energie- und Wasserversorger, oder aber die Polizei und das Amt für Umwelt.

Auch der Bürger nutzt Geodaten, beispielsweise in Form eines Stadtplans oder des Liniennetzplans der S-Bahn. Für Bauherren und Mieter sind raumbezogene Daten ebenfalls wichtig.

Und auch Unternehmen haben ein Interesse an Geodaten, etwa wenn es darum geht, einen Standort für eine neue Produktionsstätte zu finden.

Gut also für jeden Nutzer, der mittels einer GDI seine Nachfrage nach Geodaten auf einfache Weise befriedigen kann.

Geodaten werden in verschiedenen Bereichen und von verschiedenen Datenanbietern generiert. Wir können hier zwei Arten von Anbietern unterscheiden: die öffentlichen Anbieter und die privaten Anbieter.

Zu den öffentlichen Anbietern gehören der Bund, die Länder sowie die kommunale Ebene, also Landkreise, Städte und Gemeinden. Alle drei Verwaltungsebenen erfüllen Aufgaben der öffentlichen Daseinsfürsorge.

Auf Bundesebene etwa werden Daten mit militärischer Bedeutung erhoben, auch das Digitale Landbedeckungsmodell für Deutschland wird hier geführt. Die Landesebene betreibt unter anderem das "Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem, kurz (ALKIS®)" und erstellt digitale Orthofotos. Hinzu kommen die Geofachdaten aus den kommunalen Verwaltungen, also Fachdaten mit einem Raumbezug, wie zum Beispiel Bebauungspläne oder Wahlstatistiken.

Der zweite Typ von Geodatenlieferanten sind die privaten Anbieter.

Hierzu zählen Unternehmen, die Fachdaten unter anderem für Navigationssysteme, Immobilienportale, Geomarketing und Satellitenbilder anbieten.

In der Regel erheben private Anbieter eigene Geodaten, um daraus Produkte und Anwendungen zu entwickeln und diese zu vermarkten.

Alle Geodaten sämtlicher Datenanbieter zu bündeln, und allen Datennutzern den Zugriff darauf zu ermöglichen, sind die beiden zentralen Aufgaben einer Geodateninfrastruktur.