Das ist eine GDI

Nutzbare Geodateninfrastrukturen existieren bereits - oder sie befinden sich gerade im Aufbau: wie zum Beispiel auf europäischer Ebene die EU-weite GDI namens INSPIRE; die Abkürzung steht für "Infrastructure for Spatial Information in Europe". Diese GDI verbindet die Daten der 27 EU-Mitgliedsstaaten miteinander, die eine Gesamtfläche von rund 4,4 Millionen Quadratkilometern aufweisen. Darüber hinaus gibt INSPIRE in Form einer EU-Richtlinie die Regeln vor, wie GDIs innerhalb Europas aufgebaut sein müssen. Auf nationaler Ebene befindet sich die "GDI-Deutschland". Diese Geodateninfrastruktur ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen. Damit soll die Vernetzung raumbezogener Daten über Verwaltungsgrenzen hinweg erleichtert werden. Jedes der 16 Bundesländer, so auch Hessen, betreibt eine eigene GDI. Ihr Ziel ist es, die überall im Land verteilt vorliegenden Geodaten besser nutzbar zu machen. Als praktische Anwendung existiert beispielsweise das "Geoportal Hessen". Über dieses sind via Internet unterschiedliche Geoinformationen öffentlich einsehbar. Wenn wir Hessen näher unter die Lupe nehmen, entdecken wir die "GDI-Südhessen". Sie ist ein Beispiel für eine regionale Geodateninfrastruktur. Durch intensive Zusammenarbeit der Verwaltungen auf kommunaler und Landesebene sollen hier Geoinformationen in einem Netzwerk abrufbar gemacht werden. Realisiert wird diese regionale Struktur von der "Arbeitsgemeinschaft GDI-Südhessen", einer Kooperation verschiedener Kommunal- und Landesverwaltungen. Die unterste Ebene in unserer Darstellung bildet der kommunale Geodatenbestand. Diese lokalen Daten für alle anderen Ebenen nutzbar zu machen, ist eines der Ziele einer regionalen GDI.