Rollenmodell der GDI-Südhessen

Je nach Basiskomponente nimmt jeder Akteur eine bestimmte Rolle ein - oder eben nicht. In der Anfangsphase der GDI-Südhessen half die folgende Matrix den Projektbeteiligten, sich ihrer möglichen Rollen bewusst zu werden: Links stehen die vier Basiskomponenten, oben sehen wir die unterschiedlichen Rollen, die ein GDI-Teilnehmer einnehmen kann. Die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation ist als Anbieter von Geodaten in allen vier Basiskomponenten vertreten; ebenso die sonstigen Landesverwaltungen, die Landkreise, Kommunen und Kommunalverbände, die Energieversorgungsunternehmen sowie die Wohnungsbaugesellschaften. Die Dienstleistungsunternehmen hingegen bieten zwar Dienste, Anwendungen und Informationen an, besitzen aber selbst keine Daten, die sie anbieten könnten. Deshalb nehmen sie hier keine Rolle wahr. Die Bürger wiederum spielen nur bei den Komponenten "Daten" und "Dienste" eine Rolle - mit der Bereitstellung von Anwendungen und Informationen für beziehungsweise über Geodaten haben sie nichts zu tun. Anders sieht es bei der Nutzung von Diensten, Anwendungen und Informationen aus. Hier spielen die Bürger sehr wohl eine Rolle - ebenso wie alle anderen Akteure mit Ausnahmen der Dienstleistungsunternehmen. Diese nutzen lediglich das Informationsangebot rund ums Thema Geodaten. Hingegen sind die Dienstleistungsunternehmen und Ingenieurbüros sowie die Energieversorgungsunternehmen in der Rolle als Dienstleister und Vermittler präsent. Kurzum: Das Rollenmodell einer Geodateninfrastruktur ist relativ komplex. Ein Grund mehr, warum es beim Aufbau einer GDI sinnvoll ist, sich richtig zu organisieren und zusammenzuschließen, um allen Akteuren gerecht zu werden.